Die ev.-luth. Auferstehungsgemeinde ist eine von drei evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt Georgsmarienhütte. In der bis zur Stadtgründung 1970 selbständigen Gemeinde Kloster Oesede lebten nahezu vollzählig römisch-katholische Menschen. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges lebten in Kloster Oesede lediglich sieben evangelische Christen. Gehörte die Auferstehungsgemeinde zunächst der Luther-Kirchengemeinde in Alt-Georgsmarienhütte an, entwickelte sich doch ein eigenständiges “Gemeindeleben” in Kloster Oesede. Die Klosteraner feierten Gottesdienste in der Schule, im “Zentral-Kino” im späteren Saal Steinfeld. Auch in Oesede entwickelte sich ein eigenes “Gemeindeleben”, sodass im Jahr 1958 die König-Christus-Kirchengemeinde entstand. Hier wurden die Harderberger und Kloster Oeseder evangelischen Christinnen und Christen eingemeindet. Da zu der Zeit aus den beiden Gemeinden bereits mehr als 800 Christinnen und Christen kamen, entstand die Überlegung für diese eine eigene Gemeinde zu gründen, die Auferstehungskirchengemeinde, mit Sitz in Kloster Oesede.
Am 12. Oktober 1962 begann mit der Grundsteinlegung der Bau der evangelischen Kirche in Kloster Oesede. In der Gründungsurkunde wird auf die besonderen Umstände, die zum Bau dieses Gotteshauses führten, hingewiesen. Es heißt dort u.a. “Die Kirche soll den Namen tragen: Evangelisch – lutherische Auferstehungskirche zu Kloster Oesede. Leiden und Auferstehen unseres Herren und Heilandes Jesus Christus sind Zentrum unserer christlichen Hoffnung. Die Glieder der Gemeinde in Kloster Oesede, die den Bau dieser Kirche angestrebt haben und mit ihren Opfern tragen, sind christgläubige Menschen gewesen, die durch viele Trübsale in diesem Erdenleben hindurchgegangen sind, ihre Heimat zum großen Teil durch die Wirren des großen Krieges 1939-1945 im Osten des Deutschen Reiches verloren haben und hier in Kloster Oesede eine Heimat gefunden haben. Möge diese Kirche ihnen helfen, hier in Kloster Oesede auch eine echte Heimat im geistlichen Sinne zu finden. Wo der auferstandene und gegenwärtige Christus mit seinem Wort und Sakrament bei uns ist, dort kann er alle Trübsale verwandeln in Freude.”
Am 1.1.1979 wurde die Auferstehungsgemeinde selbständig mit Pastor Schiller. Es folgten im Pfarramt Pastor Koch, Pastor Paus, Pastor Bretzigheimer, Pastorin Winkelmann, Pastorin Ott. Im verbundenen Pfarramt wirkten Pastor Feisthauer und Pastor Donadell.
Unsere Kirchengemeinde geht weiter neue Wege, die zusammenführen. Heute haben wir ein verbundenes Pfarramt in der Region Georgsmarienhütte, zu der auch die Melanchtongemeinde Hagen mit Pastor Wagner und die Apostelgemeinde Sutthausen mit Pastorin Dr. Köppler zählen. Außerdem gehören zum hauptamtlichen Team die Diakoninnen Knepper und Klöver und Pastorin Sievers-Gotthilf für die Altenseelsorge.
Im kommenden Jahr stehen Kirchenvorstandswahlen an. Hier stellen sich die drei Gemeinden zukunftsorientiert auf. Ressourcen sparend und dennoch voller Energie und Tatendrang wollen Ehrenamt und Pfarramt unsere Kirchen lebendig gestalten. Dazu haben sie fusioniert und sich den Namen “evangelisch lutherische Kirchengemeinde Georgsmarienhütte” gegeben. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Zunächst aber feiert die Auferstehungsgemeinde Kloster Oesede / Harderberg ihr 60-jähriges Jubiläum. Es beginnt mit einem Festgottesdienst um 11 Uhr. Im Anschluss lädt der Kirchenvorstand ins Gemeindehaus zu einem kleinen Imbiss ein. Für die Kinder gibt es Spiele zur Unterhaltung.
Die Handarbeitsgruppe “Heiße Nadeln” häkelt schon seit einiger Zeit kleine Glückswürmer. Jedem liegt ein aufmunternder Spruch bei. Sie werden beim Jubiläum verteilt. Auf dem Weihnachtsmarkt in Kloster Oesede können die Glückswürmer gegen eine Spende erworben werden.
Am Heiligabend gibt es in der Auferstehungskirche um 16 Uhr einen Gottesdienst zur Christvesper und am 2. Weihnachtsfeiertag einen Gottesdienst um 11 Uhr. Herzliche Einladung.

Text aus: Marktplatz, Ausgabe 50.

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