Auf der Baustelle an der Waldbühne Kloster Oesede geht es voran: Ende Oktober konnte der Richtbaum – ganz im Stil der Waldbühne als metallene Eule – auf dem Dach des derzeit neu entstehenden Eingangsgebäudes am Haupteingang gerichtet werden. Voraussichtlich im Laufe der Sommersaison kommenden Jahres sollen die Besucherinnen und Besucher dann Karten am neuen Kassenhaus oder kühle Getränke am geräumigen Kiosk kaufen können.
Doch bis dahin sei noch einiges zu erledigen, wenngleich das wesentliche Gerüst” schon stehe, wie der Projektverantwortliche beim Waldbühnenverein Benjamin Tschesche im Rahmen des Richtfestes verdeutlichte. Und davon konnten sich auch die geladenen Gäste überzeugen, denn bereits im Rohbauzustand lässt sich der künftige Eingangsbereich mitsamt “Kassenfenster” ebenso ausmachen, wie der Verkaufstresen des neuen Kiosks.
Mit dem Neubau verfolgt die Waldbühne das Ziel, dem zuvor in die Jahre gekommenen Eingangsbereich eine moderne Optik zu verleihen und zugleich zu vereinheitlichen. Waren der Kiosk und die Kasse zuvor noch in zwei separaten – zum Teil aus den Anfangsjahren der Waldbühne stammenden Gebäuden – untergebracht, werden sich künftig beide Funktionen buchstäblich unter einem Dach befinden. “Die Waldbühne hat in den vergangenen Jahren in nahezu allen Bereichen eine enorm positive Entwicklung erlebt. Dabei muss die Infrastruktur natürlich entsprechend mitwachsen, wes- halb wir uns sehr freuen, dass es nun endlich mit der Modernisierung des Eingangsbereiches vorangeht”, so Tschesche vor der Verkündung des Richtspruches.
Erste Ideen, das marode sowie komplett aus Holz bestehende alte Kassenhäuschen gegen ein modernes wie optisch ansprechendes Gebäude auszutauschen gab es schon länger. Konkret wurde es mit dem Start des Dorfentwicklungsprogramms der Stadt Georgsmarienhütte im Jahr 2020. Dieses eröffnete dem Waldbühnenverein die Chance, für das Projekt Fördermittel zu akquirieren. Mit Erfolg: Der in Abstimmung mit der Stadt gestellte Förderantrag wurde im August 2022 positiv beschieden und das Projekt mit 500 000 Euro der förderfähigen Kosten durch das Dorfentwicklungsprogramm unterstützt.
Allein reicht diese Summe zur Finanzierung des Gesamtvorhabens mit Kosten in Höhe von rund 680 000 Euro aber nicht aus: “Wir sind deshalb äußerst dankbar, dass wir mit der Stadt Georgsmarienhütte, der Stiftung Stahlwerk, der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück sowie natürlich mit dem Förderverein der Waldbühne weitere Unterstützerinnen und Unterstützer auf unserer Seite wissen konnten, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre”, so Tschesche. Mit der Finanzierung im Rücken konnte dann vor fast genau einem Jahr im November 2022 mit dem Abriss der alten Gebäude sowie den vorbereitenden Arbeiten für den Hochbau begonnen werden, der kommendes Jahr abgeschlossen werden soll.
Auch Bürgermeisterin Dagmar Bahlo überbrachte beim Richtfest die besten Wünsche der Stadt Georgsmarienhütte und bekräftigte zugleich die Notwendigkeit der nun getätigten Investition: “Die Waldbühne ist ohne Zweifel eines der Aushängeschilder unserer Stadt und fester Bestandteil des kulturellen Angebotes. Dieses soll auch in Zukunft so bleiben, sodass ich sehr froh bin, dass es nun gemeinsam mit allen Beteiligten gelungen ist, in die Zukunft der Waldbühne zu investieren und den Besucherinnen und Besuchern ein noch besseres Waldbühnenerlebnis zu ermöglichen. Ich bin gespannt auf das Endergebnis.”

Text aus: Marktplatz, Ausgabe 50.

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